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Beschreibung:
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Klappentext des Buches: »... Was die meisten Leute erstaunte, war, dass der Hellseher für seine Arbeit weder eine Bezahlung noch eine Belohnung verlangte, obwohl sich sein Erfolg überall herumsprach. Dieses Verhalten brachte ihm den Namen Yanga, d. h. der, der es umsonst macht, ein. Was man ihm auch immer als gebührende Anerkennung für seine Arbeit schenken wollte, lehnte Yanga dankend ab. Dieser ungewöhnliche Umstand zog noch mehr Menschen magisch an. Solche, die in die Zukunft blicken wollten, um ihr Leben erfolgreich zu gestalten, andere, die sich gegen einen bösen Nachbarn schützen wollten, und wieder andere, die meinten, aus eigener Kraft eine begehrte Frau nicht erobern zu können. Yanga wusste, wie es sich für Hellseher gehört, über alles Bescheid, so dass er seinen Klienten nie die Frage nach dem Grund ihres Besuches stellte. Und so unterschiedlich die Wünsche auch sein mochten, er fand für jeden Besucher ein passendes Rezept. Sein Erfolg war dermaßen überwältigend, dass Yanga selbst es sich nicht erträumen ließ, jemals könne sich etwas daran ändern. Doch eines schönen Tages klopfte in aller Frühe ein buckliges Männlein an seine Tür. Yanga bat den Besucher, wie gewohnt, mit freundlicher Stimme herein. Das bucklige Männlein stürzte in die kleine Hütte. Als Yanga es erblickte, fuhr er zusammen und stellte zum ersten Mal die für Hellseher wohl fatale Frage: ›Warum kommst du so bestürzt und atemlos zu mir?‹ ...« Diese Sammlung von Märchen und Erzählungen verdankt ihre Entstehung der Absicht, das geistige Erbe der kulturellen Tradition, wie es in der überlieferten Kunst des Geschichtenerzählens Niederschlag gefunden hat, auch durch die Schrift weiterzugeben und zu bewahren. Doch über diese äußere Notwendigkeit hinaus begibt sich Daniel Mepin in jeder seiner Erzählungen durch eine sehr variierte Erzählkunst mit dem Leser auf die andere, bisher verborgene Ebene eines kulturellen Lebens, welches unter dem Bann des verlängerten Wortes der Vorfahren steht. Mepin gelingt es, die Grenze zwischen Leser und Zuhörer weitgehend aufzuheben, und so zeigt sich an diesem Band, wie durch das Weiterwirken eines primären Oralitätsbewußtseins die Umsetzung mündlichen Erzählgutes in die Schrift auf eine Inszenierung des Wortes übergeht. |