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Beschreibung:
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Klappentext des Buches: 1. 1. 1960 - Tag der Unabhängigkeitserklärung und doch der Beginn der langen Nacht über Kamerun. Das Volk wird um die Ergebnisse des Jahre wahrenden Befreiungskampfes betrogen. Sein Führer, Ruben, wird erschlagen, und die alte Kolonialmacht setzt eine schwarze Maske auf. Polizeiterror und Verwirrung herrschen in der Hauptstadt. Die Mitstreiter Rubens gehen in das Innere des Landes, um dort ihren Kampf um das Gluck neu zu beginnen. Der afrikanische Schriftsteller Mongo Beti erzahlt in diesem Roman die Geschichte von drei Rubenisten, die den Auftrag erhalten, eine kleine Stadt im entferntesten Winkel des Landes von der bedruckenden Diktatur zu befreien. Ihr langer Marsch durch den Urwald und seine verstreuten Dörfer grenzt ans Abenteuerliche: Groß ist ihre Unkenntnis der Menschen und der Lebensverhältnisse, absonderlich die Wahl der Methoden des verdeckten Kampfes und vorschnell der Entschluß zum bewaffneten Handstreich. Die Helden erleiden eine schmähliche Niederlage, aus der sie sich nur durch die unerwartete Hilfe einer Frau befreien können. Ngwane-Eligui ist es auch, die den weiteren Lauf der Ereignisse in die Hand nimmt. Diese Frau, die sich nicht an das Unglück gewöhnen will, organisiert die Revolte gegen den einheimischen Tyrannen und seine franzosischen Entwicklungshelfer. Die kleine Stadt Ekoumdoum atmet auf, Zwangsarbeit und Harem werden abgeschafft, die jungen Frauen dürfen ihre eigenen Männer in die Arme schließen, bis eines Tages . . . „. . . mal Widerhall von Schüssen, mal von Liedern, Schicksal unseres Volkes, das zu wiederholten Niederlagen verurteilt ist, aber stets wieder erwacht, sich dennoch immer wieder erhebt. . .“ Mongo Beti gibt in seinem neuesten Roman diesem komplizierten und wechselhaften Prozeß im Leben vieler afrikanischer Länder künstlerische Gestalt, und zweifellos gehört Sturz einer Marionette( 1979) zu den bedeutenden realistischen Werken der afrikanischen Gegenwartsliteratur. Mongo Beti, geboren 1932 in Kamerun, war Professor für Literatur in Rouen. In seinem Heimatland hatte er als Romancier unter Pseudonym debütiert und mußte aus politischen Gründen nach Frankreich fliehen. Nach 1992 lebt er wieder in Kamerun. Zu seinem umfangreichen Werk gehören u.a. die Romane »Mission terminée« (1957) und »L'Histoire du fou« (1994). Mongo Beti starb im Oktober 2001. |