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Länder: Allah muss nicht gerecht sein.
Autor(en): Kourouma, Ahmadou
Titel: Allah muss nicht gerecht sein.
Originaltitel: Allah n'est pas obligé
Hrsg.:
Verlag: München : Goldmann
Datum: 2004
ISBN-10(13): 3442457327
Bild:  
Bitte auf das Bild klicken, um weitere Informationen über das Buch zu erhalten!
Beschreibung:     

Klappentext des Buches:
Als er zehn oder zwölf Jahre alt ist - so genau weiß das niemand-, verliert Birahima, eine Halbwaise von der Elfenbeinküste, seine Mutter, die das Opfer eines bösen Fluchs geworden zu sein scheint. Die Angehörigen beschließen, den Jungen in die Obhut seiner Tante nach Liberia zu schicken. Yacouba, ein erfahrener Magier, soll ihn unterwegs beschützen.
Doch kaum haben sie ihr Heimatdorf verlassen, werden die beiden von Rebellenführern aufgegriffen und in ein Lager verschleppt. Dort steckt man Birahima in die viel zu große Uniform eines Fallschirmspringers und drückt ihm eine Kalaschnikow in die Hand. Yacouba hingegen wird zum Fetischpriester ernannt, dessen Talismane die Feinde verhexen sollen. Und an Feinden herrscht kein Mangel: Die Stammeskriege haben Westafrika in den neunziger Jahren ins Chaos gestürzt, ständig wechseln die Fronten, und die mit Drogen manipulierten Kindersoldaten müssen nicht nur Dörfer und Plantagen angreifen, sondern sogar eine Mission und ein Mädchenheim.
Dies ist der Roman eines Kindes, das seine Wut und seine Verzweiflung hinter Sarkasmus verbirgt. Bewusst verzichtet Kourouma auf jede Form der Psychologisierung. Mit seinen ritualhaften Wiederholungen, seiner Mischung aus Magie und Realismus und seinen refrainartig eingesetzten Flüchen knüpft »Allah muss nicht gerecht sein« an authentische afrikanische Erzahltraditionen an. Denn Kouroumas »urwüchsige und poetische Sprache gleicht«, wie Le Monde urteilte, »dem Gesang der Jäger und Magier, mit denen er aufwuchs.«

Ahmadou Kourouma wurde 1927 in der Nahe von Boundiali, Elfenbeinküste, geboren.
Er war Soldat in Indochina, studierte in Frankreich, arbeitete später als Dolmetscher, Journalist und Versicherungsmathematiker.
Jeder seiner vier Romane trug ihm bedeutende Literaturpreise ein - aber oft war auch langjähriges Exil die Folge seiner literarischen Kühnheit. Seit 1993 lebt er wieder an der Elfenbeinküste. Sein neuestes Werk schrieb er auf Drängen von Kindern, die ihm ihre Erlebnisse als Soldaten erzählten. »Allah muss nicht gerecht sein« wurde 2000 in Frankreich mit dem Prix Renaudot ausgezeichnet, war monatelang auf den vorderen Plätzen der Bestsellerliste und wird in 21 Sprachen übersetzt.