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Länder: Der Blick des Königs
Autor(en): Laye, Camara
Titel: Der Blick des Königs
Originaltitel: Le Regard du roi
Hrsg.:
Verlag: Zürich : Speer
Datum: 1963
ISBN-10(13): 385916080X
Bild:  
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Beschreibung:     

Klappentext des Buches:
Eines der bedeutendsten Werke neoafrikanischer Literatur» nennt ]anheinz Jahn in seinem Nachwort diesen Roman.

Clarence befindet sich in einem Land an der afrikanischen Küste als einziger Weißer unter Schwarzen. Mittellos - er besitzt nur noch, was er auf dem Leibe trägt - und ohne Verbindung mit der eigenen Kultur, sieht er sich fremden Sitten, fremder Denkart gegenüber. Seine einzige Hoffnung besteht darin, daß er beim König, der eben in seinen Palast einzieht, eine Anstellung findet. Aber in dem Tumult und dem Gedränge der Schwarzen auf dem Platz gelingt es ihm nicht, auch nur den Blick des Königs zu erhaschen. Ein alter Bettler, der von zwei Lausbuben begleitet wird, nimmt sich seiner an und bewegt ihn, nach Süden zu ziehen, da der König sich bei seiner nächsten Reise bestimmt dorthin wenden wird. Nach verschiedenen Erlebnissen, die für Clarence am Rande des Unwirklichen stehen, beginnt die Wanderung nach Süden, durch den Tropenwald, dessen Düfte den Weißen betäuben, Ahnungslos wird er vom Bettler an einen alten Häuptling verschachert. Es dauert lange, bis er allmählich dahinter kommt, zu welchen erniedrigenden Diensten er mißbraucht wird. Die Beschämung darüber, die Lähmung, die der Süden ihm verursact, gewähren ihm nur noch die eine Hoffnung: die Ankunft des Königs zu erwarten. Als dieser endlich erscheint, wagt Clarence in tiefster Schmach und voll Demut nicht mehr, vor ihn zu treten. Und doch - oder gerade deshalb - erlöst ihn der Blick des Königs.
Mit ausgesprochen afrikanischen Stilmitteln, in Szenen, die von drastischer Realität bis zu beinah religiöser Symbolik reichen, gibt dieses Buch einerseits eine Spiegelung der Situation, wie sie mancher Afrikaner erlebt, wenn er sich von lauter Weißen umgeben sieht, anderseits ist es die Erzählung einer Initiation, die allmähliche Einweihung der europäischen Hauptfigur in die afrikanische Wirklichkeit.

Camara Laye, geboren am 1. Januar 1928 in Kurussa, am Oberlauf des Niger, als Sohn eines Schmiedes und Goldschmiedes. Schulbesuch in Kurussa, höhere Schule in Konakry, Studium in Paris. Dort entstand auch sein erstes Buch EINER AUS KURUSSA