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Beschreibung:
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Klappentext des Buches: In der Mitte des Romans thront ER: Hannibal Ideloy BwakamabeNa Sakkade, mit Seidenschärpe und Löwenschweif und der rauhen ungebärdigen Sprache des einstigen Königs Ubu. Das Orchester intoniert die Hymne »Kommt Tonton aus Himmelshöhn«, und das Volk probt den Sprechchor: wollé wollé, woi, woi. Die groteske Geschichte ereignet sich in einem fiktiven Land Zentralafrikas, und doch ist sie ganz und gar blutvolle Wirklichkeit, will man der Erzählung des Vertrauten und Mundschenks dieses exotischen Diktators glauben. Er berichtet von Orgien, die im Militärputsch enden, von Fetischzauber und moderner Meinungsmanipulation, mittelalterlichen Prügelstrafen und dem sehnsüchtigen Traum vom Leben ohne Magie und Gewalt. »Man erwarte hier nicht die Beschreibung dieses blutigen Zirkusspiels. Wie soll man die Wildheit der Szenen wiedergeben, die aufeinanderfolgten, sich häuften, im Rhythmus von Zeichentrickfilmen? Ich verbarg mein Gesicht in den Händen. Aber die Schreie blieben.« Dieser neue Roman des kongolesischen Schriftstellers Henri Lopes macht betroffen und ist doch amüsant, wühlt auf durch sein Thema und besticht durch Ironie und brillanten Stil. Zweifellos gehört »Blutiger Ball« zu den wichtigen Werken der afrikanischen Literatur. Henri Lopes, 1937 in Kinshasa geboren, wuchs in Brazzaville auf und studierte in Paris Geschichte. 1965 kehrte er nach Kongo-Brazaville zurück, arbeite zunächst als Lehrer, stieg aber bald in die Politik ein. Ab 1969 stand er als Minister u.a. dem Bildungs- und Außenressort seines Landes vor. 1973 bis 1975 war er Premierminister. Zur Zeit ist er in einer führenden Position bei der UNESCO in Paris tätig. Für sein Werk, Gedichte, Erzählungen und Romane, wurde Henri Lopes mit verschiedenen hohen Preisen ausgezeichnet, darunter dem »Großen Preis der Literatur Schwarzafrikas« (1972), dem »Jules-Verne-Preis« (1990) sowie dem "Großen Preis der frankophonen Literatur« (1993).
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