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Länder: Auf der Suche nach Stéphanie : Ruanda zwischen Versöhnung und Verweigerung
Autor(en): Mujawayo Esther, Souad Belhaddad
Titel: Auf der Suche nach Stéphanie : Ruanda zwischen Versöhnung und Verweigerung
Originaltitel:
Hrsg.:
Verlag: Wuppertal : Hammer
Datum: 2007
ISBN-10(13): 3779500825
Bild:  
Bitte auf das Bild klicken, um weitere Informationen über das Buch zu erhalten!
Beschreibung:     

Klappentext des Buches:
Esther Mujawayo wurde 1958 in Ruanda geboren. Sie ist Soziologin und arbeitete als stellvertretende Landesrepräsentantin für Ruanda, Burundi und Ostkongo bei der Entwicklungsorganisation Oxfam. Beim Volkermord in Ruanda 1994, den sie und ihre drei kleinen Töchter überlebten, wurden ihr Ehemann und der große Teil ihrer Familie getötet.
Esther gründete zusammen mit 50 anderen Witwen die Hilfsorganisation AVEGA für die überlebenden Frauen und Kinder des Genozids. Inzwischen zählt AVEGA 35000 Mitglieder. Um den traumatisierten Frauen, von denen viele nach Vergewaltigungen mit AIDS infiziert wurden, besser helfen zu können, ließ sich Esther zur Psychotherapeutin ausbilden.
Auf vielen Kongressen zum Thema Genozid - unter anderem in Südafrika, Ruanda, Großbritannien, Belgien, Schweiz, Deutschland, Österreich und Schweden - hielt sie Vortrage. Ihr erstes Buch zum Volkermord „Ein Leben mehr“ (2004) sorgte für großes Aufsehen in den Medien und wurde mit dem „Ahmadou Kourouma Preis“ ausgezeichnet.
Esther Mujawayo lebt heute in Deutschland, wo sie als Traumatherapeutin mit Flüchtlingen aus afrikanischen Ländern arbeitet.

Während Esther in ihrem ersten Buch schildert, wie sie nach dem Verlust zahlloser Menschen um einen Grund für das eigene Weiterleben ringen musste, so schlägt sie nun ein neues Kapitel in der Auseinandersetzung mit dem Genozid auf. In „Auf der Suche nach Stephanie“  erzählt Esther - unterstützt von Souad Belhaddad -, wie sie sich zwölf Jahre nach dem Völkermord auf die Suche nach den sterblichen Überresten ihrer geliebten Schwester macht.
Mit Hilfe eines Augenzeugen will sie die Stelle finden, an der Stephanie, ihr Mann und ihre drei Kinder erschlagen und achtlos in eine Abwassergrube geworfen wurden. Doch der Zeuge von damals leugnet nun und ihre Suche bleibt zunächst ergebnislos. Esther muss begreifen, dass die Vergeblichkeit ihres Tuns ein Spiegel ist für die Aufarbeitung des Völkermordes in Ruanda durch die Volksgerichte und das internationale Tribunal: Zeugen leugnen, Täter verweigern die Versöhnung, der Prozess der Wahrheitsfindung stagniert und schon wieder keimt Missgunst gegen die Opfer auf.
Das Buch endet mit einem Gespräch zwischen Esther Mujawayo und Simone Veil, der  ehemaligen Präsidentin des Europäischen Parlaments.

Eine Lesermeinung auf Afrika-Buchtipps.de
http://www.afrika-buchtipps.de/esther-mujawayo-auf-der-suche-nach-stephanie/