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Länder: Mayombe oder eine afrikanische Metamorphose
Autor(en): Pepetela
Titel: Mayombe oder eine afrikanische Metamorphose
Originaltitel: Mayombe
Hrsg.:
Verlag: Bonn : Informationsstelle südliches Afrika
Datum: 1985
ISBN-10(13): 3921614244
Bild:  
Bitte auf das Bild klicken, um weitere Informationen über das Buch zu erhalten!
Beschreibung:     

Klappentext des Buches:
In den Tiefen des legendären Mayombe, im tropischen Regenwald der angolanischen Provinz Cabinda, führt eine Einheit der MPLA den bewaffneten Volkskrieg gegen die portugiesische Kolonialarmee. Die Guerilleros sind aus den verschiedenen Regionen Angolas hierhergekommen; sie haben ihr Dorf, ihr Stück Land und ihren Stamm verlassen, das Studium und den Beruf aufgegeben, sich von der Geliebten für die Zeit des Kampfes getrennt. Die Freiheit Angolas, das ist ihr gemeinsames Ziel. Dennoch sind sie zerrissen untereinander. Die ethnischen Gegensätze der Vergangenheit brechen auch jetzt auf. Der Bauer Milagre aus dem Stamm der Kimbundu mißtraut dem Comandante, weil er Nkongo ist. Die Kämpfer verdächtigen Lutamos des Verrats aus einem einzigen Grund: er ist aus Cabinda. Viele Guerilleros sind noch zutiefst vom alten Stammesdenken gezeichnet. Ihr Sieg über den Kolonialismus wird der erste Schritt in die Zukunft sein.
"... er beharrte darauf, daß es ein Weg durch die Wüste se Deshalb lachte er über diejenigen, die sagten, es sei ein freigeschlagener, im Grün des Mayombe deutlich sichtbarer Pfad. Heute weiß ich, daß es keine gelben Pfade inmitten des Grün gibt."
Pepetela wirft in seinem Roman Mayombe oder Eine afrikanische Metamorphose Probleme auf, die in ihrer Tragweite bis an die Gegenwart Angolas heranführen. Darin liegt die aktuelle Brisanz dieses Buches, das als das Nationalepos Angolas angesehen wird.

Pepetela (Pseudonym von Artur Carlos Maurício Pestana dos Santos) wurde 1941 in Benguela, Angola, geboren und ging in Benguela und Lubango zur Schule. Ab 1958 studierte er an der Universität in Lissabon, gab das Ingenieurstudium jedoch bald zu Gunsten der Soziologie auf. Wegen seines Engagements für die Unabhängigkeit Angolas musste er 1962 aus politischen Gründen ins Exil gehen, zunächst nach Paris und sechs Monate später nach Algier, wo er sein Soziologiestudium abschloss. Gemeinsam mit Henrique Abranches gründete er dort auch das Zentrum für Angola-Studien (Centro de Estudos Angolanos).
1969 schloss er sich in der Provinz Cabinda den Guerilla-Kämpfern zur Befreiung Angolas an; als Nom de Guerre benutzte er »Pepetela«, den Namen, der später auch zu seinem literarischen Pseudonym wurde (sein Nachnahme »Pestana«, zu Deutsch »Wimper«, bedeutet auf Umbundo »pepetela«). Nach der Unabhängigkeit Angolas war Pepetela sechs Jahre lang Vizeminister für Bildung, seit 1982 ist er Professor für Soziologie an der Universität von Luanda und engagiert sich kulturpolitisch, u.a. war er Mitbegründer des Angolanischen Schriftstellerverbandes (Uni‹o de Escritores Angolanos). Er lebt in Luanda.
Seit seiner Rückkehr nach Angola 1969 schreibt Pepetela – vor allem Romane, aber auch Theaterstücke. Neben dem angolanischen Nationalpreis für Literatur, mit dem gleich zwei seiner Romane ausgezeichnet wurden, erhielt Pepetela für sein Werk höchste Ehrungen, so z. B. 1997 den Prémio Camões, 1999 den holländischen Prinz-Claus-Preis und 2002 den Ordem do Rio Branco (Brasilien). Sein Roman A Geração da Utopia ist auf der Liste der afrikanischen 100 besten Bücher des 20. Jahrhunderts.