|
Beschreibung:
|
Klappentext des Buches: Paris ist leider kein Fest fürs Leben, zumindest nicht für einen jungen Schwarzen, der in der Banlieue lebt. Sami Tchaks Romanheld beschließt deshalb, nach Paris Mitte zu ziehen, wo er sein Vorstadt-Image loszuwerden hofft. Doch bis es so weit kommt, muss er erst einmal Ordnung in sein ramponiertes Leben bringen. Und so macht uns Sami Tchaks Held in einer atemlosen Tour-de-force mit seiner Umgebung und allem, was dort schief läuft, vertraut: Mit seinem wehleidigen Vater, der sich zurück nach Afrika sehnt, mit nymphomanischen Müttern, Schwestern und Cousinen, mit verkrachten Immigranten, einem abenteuerhungrigen Lehrer und einer fürsorglichen Polizistin. Frust bei der Arbeitssuche und Lust zu Dritt im Keller: Nichts wird ausgespart, das Leben ist ein rasendes Karussel, doch eine Perspektive bietet es nicht. Die Liebe zur Cousine ist es schließlich, die dem jungen Wilden den Weg aus dem Schlamassel weist. Liebe und Sex, Sex und Liebe - der Leser freut sich mit dem Helden, dass es sie noch gibt, denn sie sind besser als Drogen, besser als Heimweh. Dies alles wird von Sami Tchak in überaus unterhaltender Form dargebracht, im leutseligen Ton eines neuzeitlichen Schelmen, kraftvoll und tabulos, voller Sarkasmen, Obszönitäten, Frechheiten, als brodelnder, sprachartistischer Breakdance von sprühender Intelligenz. Der Leser, ob schwarz, ob weiß, fühlt sich auf sehr glattes Eis geführt. Kein Vorurteil, das nicht zynisch bestätigt, keine Lebenslüge, die nicht lustvoll zertrümmert wird: Sami Tchak teilt in alle Richtungen aus, nichts ist ihm heilig, und ein befreiendes Lachen ist unausbleiblich. Sami Tchak, 1960 in Togo geboren, ist Essayist und Romancier. Er lebt seit 1982 in Paris. Nach der Veröffentlichung eines ersten Romans, Femme infidèle, im Jahr 1988 hat er mit Place des fêtes, das 2001 im Verlag Gallimard erschienen ist, nach 12 Jahren Enthaltsamkeit seinen zweiten Anlauf auf dem Gebiet der Belletristik genommen. Seitdem hat er zwei weitere Romane veröffentlicht: Hermina und La fête des masques. Im November 2004 wurde ihm der Grand prix de littérature d’Afrique noire verliehen.
|