ANNAS   AFRIKANISCHE  AUTOREN   
Menü
Start
Länder
Anthologien
Links
Diskussion
Gästebuch
Disclaimer
Impressum
Suche

Advertisement


Neu !!
aktuelle
Neuerscheinung:
Jamal Mahjoub
 
aktuelle
Neuerscheinung:
Wilfried N'Sonde
 
aktuelle
Neuerscheinung:
Halima Bashir
 

Neu im Forum
1: Re:GRACELAND -"I just realized something&qu... von Johanna
2: Yasmina Khadra - Die Schwalben von Kabul / Les hir von Stepsi
3: Re:The other hand von Chris Cleave von Taringa

Login Form





Passwort verloren?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
titel5.jpg

Diskussionsforum  


<< Anfang < Vorherige 1 2 3 Nächste > Ende >>
Re:nicht-afrikanische lebensweise erstrebenswert - 16/06/2005 15:47 itohan,

was ist denn "normaler" nigerianischer alltag?

kambili wurde für so einen alltag, wie ihn eugenes schwester lebt, nicht vorbereitet, und das bewußt.

und noch nicht mal der alltag auf dem campus ist "normalität"

universitätsprofessoren sind auch in nigeria nicht die regel.
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Re:nicht-afrikanische lebensweise erstrebenswert - 16/06/2005 18:17 ich glaube ihr habt mich etwas missverstanden. dieses buch spielt in der zeit waehrend der abacha diktatur. und spielt sich ab in einer mittelgrossen stadt.
ich will dich nicht angreifen joan, aber du warst in dieser zeit nicht hier, und wie ich aus deinen beitraegen im nf lese, hast du in einem kleinen dorf gelebt, in dem es keine richtige schule gab.
nigeria ist ein sehr vielfaeltiges land. riesengross, und das soziale gefaelle sehr ausgepraegt.
ich habe noch nie gehoert dass sich ein maedchen aus "besserem" haus einen fahrer heiratet. es ist einfach so. und warum das so ist, ich weiss es nicht, und ich glaube ein nigerianer kann dir auch keine antwort geben.
jeder bleibt unter sich. so auch in diesem buch. die igbo sind zwiegespalten. wie mein mann immer sagt, ist ein igbo christ, dann aber richtig, ist er tradionell, dann aber richtig.
andere tribes koennen ihre tradionen leichter mit dem modernen vermischen.
um auf eure persoenlich frage an mich zu antworten. nein, wir leben in keiner katholischen umgebung, das bin nur ich ,aber nicht sehr glaeubig. aber hier ist es sehr wichtig zu einer kirche zu gehoeren. ist es euch in deutschland oder oesterreich schon mal passiert , dass euch ein voellig fremder fragt, zu welcher kirche ihr geht? hier ist das eine ganz normale frage. ich will meine kinder nicht in die falle der pentecostal church fallen lassen, deswegen geht sie in die katholische. sie hat eine freundin mit der sie zusammen ihre kommunion und firmung gemacht hat .
um auf diesem pruegelnden vater zu kommen. der mann war krank. das hatte nichts mit seiner religion zu tun, das hatte nichts mit seiner herkunft zu tun (die schwester war sehr liebevoll). ich denke die autorin hat mit allen figuren ein wenig ueberzeichnet, was sie auch darf, denn es ist ein roman und nicht autobiographisch.
ich muss sagen, als ich am anfang hier lebte und mitbekam wie streng es in den schulen zu ging oder die eltern waren, ich bin gegen pruegel, und dann sehe ich wie die kinder in deutschland sich manchmal auffuehren, so ganz falsch ist der erziehungssitl hier nicht.
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Re:nicht-afrikanische lebensweise erstrebenswert - 16/06/2005 18:48 du willst sagen, abachas regime war anders als buharis?

liebe sade, ich habe diese diktauren und unruhen wohl unmittelbarer erlebt als macher andere.

was das mit dem dorfleben zu tun hat und damit ob bessergestellte nigerianer ihren kindern eheschließungen mit mindereren menschengrupen verwehren oder nicht verstehe ich nicht.

wenn du und deine familie so abgehoben lebt, wie eugene und die seine, dann seid ihr wohl die, die das normale leben in nigeria nicht mitbekommen.
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Re:nicht-afrikanische lebensweise erstrebenswert - 16/06/2005 18:59 im übrigen liebe ich diesen spruch ganz besonders:

ich will dich nicht angreifen (mache es aber...)

was bezweckst du damit?
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Re:nicht-afrikanische lebensweise erstrebenswert - 17/06/2005 08:00 Hallo Joan und Sade,

mir gefällt das Buch weil es ja sehr unterschiedliche Lebensweisen aufzeigt, ich lese das Buch als aktuelles Buch, da es nicht autobiographisch ist denke ich, dass die Autorin, es auch nicht unbedingt einer ganz engen Jahrezahl sprich einer ganz bestimmten Person als Präsidenten/Machthaber zugeordnet haben will, kann natürlich auch sein, dass ich das einfach nicht herauslesen kann, weil ich mich nicht genügend auskenne (ich denke nicht, dass man die Tötung des Zeitschriftenredakteurs als einen Beweis sehen kann, es geht um das Jahr XY in Nigeria)

was ich eigentlich sagen will, ihr beide habt eure Erlebnisse in Nigeria, die sind unterschiedlich aber das kann doch nebeneinander stehen genauso wie im Buch auch verschiedene Lebensformen nebeneinader stehen, ich finde es interessant wie unterschiedlich ihr Nigeria erlebt (habt).

Viele Grüße,
Anna
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Re:nicht-afrikanische lebensweise erstrebenswert - 17/06/2005 11:30 @joan

oh ja, da ist ein grosser unterschied zwischen dem regime von buhari und dem regime von abacha. das kann dir jeder sagen der beide regimes erlebt hat. du hast hier nur 10 jahre gelebt. das ist nicht sehr lang. ein paar meiner freundinnen sind auch schon nach so kurzer zeit hier abgehaut. in europa ist es leichter.
alle meine auslaendischen bekannnte sind zwischen 30 und 40 jahren hier. als du hier weggingst, ich glaube du hast mal geschrieben es war 1988, bin ich angekommen. rueckblickend muss ich sagen das leben war ein kinderspiel mit dem was wir jetzt haben. und das kann dir jeder bestaetigen der noch hier lebt.
wer gibt dir das recht zu sagen dass mein leben hier abgehoben ist? was weisst du von mir? bloss weil es bei euch nicht geklappt hat hier eine existenz aufzubauen, verurteilst du andere die es geschafft haben. wir kamen mit nichts an. ich habe keine eltern und die eltern meines mannes waren arm. alles was wir haben, haben wir mit unseren haenden verdient und tuen es immer noch. ich hattte seit 3 jahren keinen tag urlaub. ich lebe alles andere als in einer traumwelt. und wenn du das buch liest, ich mag den vater vom menschlichen nicht, aber der vater hat hart fuer seinen luxus bezahlt.
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 Nächste > Ende >>