albosa
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Re:Eine unkonventionelle Schriftstellerin - 20/11/2007 15:22
lena_s schrieb:
ein schönes buch ...
Ein außerordentliches, ein gehaltvolles, schönes Buch. Ich stimme zu.
Was das Absinth-Trinken für sie bedeutete, erkläre ich mir damit, dass sie weniger ein ordinäres alkoholisches Getränk darin sah, sondern vielmehr ein Gemisch aus wertvollen Kräutern, Heilkräutern (mit entsprechender Wirkung). Schon ihr Stiefvater hatte quasi Bio-Kräuter in der Schweiz, in der sie lebten, angebaut und veredelt. Vielleicht sah sie auch darin etwas, was ihr den Absinth sympatisch machte? Diese Ansammlung wertvoller Kräuter die in Alkohol so "richtig" wirksam werden konnten? . Absinth-Trinken war seinerzeit auch "das" Getränk der Intellektuellen und Boheme, zu denen sie sich ja zählte. Auch die Intellektuellen in Algerien liebten dieses Getränk, das bei der Besetzung Algeriens durch die Franzosen von deren Militärärzten sogar vorbeugend verteilt , als Heil- und Linderungsmittel bei Malaria, Wurmerkrankungen, gegen starke Schmerzen, eingesetzt wurde. Auch sie litt ja sehr unter Malaria.
Wenn man durch Absinth-Trinken kenntlich machte, dass man "geschaffene Grenzen" für sich nicht gelten lassen wollte oder sie niedergerissen hatte, störte man sich nicht am Alkohol-Verbot im Islam. Diese für sie "toleranteste" Religion, ja "Weltidee" konnte bei solcher Sichtweise nicht zur Ächtung "dieses" alkoholhaltigen Getränkes führen, zumal mit dem Absinth-Trinken ja auch heute noch bestimmte Rituale verbunden sind. Rituale liebte sie sehr - besonders wenn sie "hinführend" waren zu einer Erlösung aus Traurigkeit, die sie so oft befiel. Auch ihre Geschwister liebten "Räusche". Vielleicht auch da ein Eins-Sein?
Post geändert von: albosa, am: 20/11/2007 15:24
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