ANNAS   AFRIKANISCHE  AUTOREN   
Menü
Start
Länder
Anthologien
Links
Diskussion
Gästebuch
Disclaimer
Impressum
Suche

Advertisement


Neu !!
aktuelle
Neuerscheinung:
Jamal Mahjoub
 
aktuelle
Neuerscheinung:
Wilfried N'Sonde
 
aktuelle
Neuerscheinung:
Halima Bashir
 

Neu im Forum
1: Re:GRACELAND -"I just realized something&qu... von Johanna
2: Yasmina Khadra - Die Schwalben von Kabul / Les hir von Stepsi
3: Re:The other hand von Chris Cleave von Taringa

Login Form





Passwort verloren?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
titel5.jpg

Diskussionsforum  


<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 Nächste > Ende >>
Re:Eine unkonventionelle Schriftstellerin - 12/10/2007 22:39 Die Frauen gaben und geben die Bildung weiter, unterweisen die Kinder. Sie waren daher auch die Schriftkundigeren.
(Nicht zu vergessen, die Schrift wurde seinerzeit (und auch noch heute) "in den Sand gesetzt").
Es gibt noch viele Besonderheiten.(Die Touareg sind - ich sagte es schon einmal -
ein Volk, an das ich mein Herz verloren habe. Die Stellung der Frau dort ist sehr beeindruckend. Die Einehe ist die vorherrschende, doch vollzieht sich ein Wandel, dadurch, dass die Männer in die Städte ziehen, um dort Arbeit zu finden. Sehr bedauerlich das alles.)
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Re:Eine unkonventionelle Schriftstellerin - 13/10/2007 00:03 ich kenne die tuareks nur aus der literatur und aus dem internet. ihren schmuck finde ich sehr schön.
das was ich kenne, hat mich schon sehr neugierig gemacht, weil ich das gefühl habe, dass die frauen sehr stark und einflussreich sind.

ich war einmal in sumatra auf einer insel bei den minangkabau. da gab es eine matrilinear strukturierte gesellschaft. das habe ich als sehr angenehm empfunden. die frauen dort hatten viel würde und strahlen viel ruhe aus. vielleicht ist das bei den tuareks auch so ...
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Re:Eine unkonventionelle Schriftstellerin - 13/10/2007 10:51 Die Tuaregfrauen empfinde ich ebenso. Man kann aber nicht von einer durchweg
matrilinearen Gesellschaftsstruktur dort sprechen.
Die Ausgewogenheit im Miteinander, das "Sein-Dürfen", erzeugt aber schon jene
Harmonie, die sich auf angenehme Weise mitteilt.
Zu den Tuaregs gehört daher, wer bestimmte soziale und kulturelle Merkmale besitzt. Die Annahme eines "Fremden", der dadurch nicht lange "fremd" bleibt,
in die eigene Gesellschaft ist also möglich.

Post geändert von: albosa, am: 13/10/2007 10:51
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Re:Eine unkonventionelle Schriftstellerin - 20/11/2007 14:30 so ich habe durch zufall das buch sandmeere teil1 um 1,50 erstanden. ich lese es aber nur langsam. tagebücher sind nichts was ich schnell lesen kann. da muß ich ja bei jedem satz nachdenken und kann mich nicht so treiben lassen.
am anfang des buches gibt es eine kurze einführung über eberhardt. da steht, dass sie sich mit ihrem mann gemeinsam dem absinthrausch hingegeben hat. ich dachte, alkohol wäre in islamischen gesellschaften verboten? außerdem ist die rede von einem weiblichen marabout. auch hier dachte ich das das maraboutsein den männern vorbehalten wäre.
ein schönes buch ...
danke albosa für deinen hinweis.
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Re:Eine unkonventionelle Schriftstellerin - 20/11/2007 15:22 lena_s schrieb:

ein schönes buch ...


Ein außerordentliches, ein gehaltvolles, schönes Buch. Ich stimme zu.

Was das Absinth-Trinken für sie bedeutete, erkläre ich mir damit, dass
sie weniger ein ordinäres alkoholisches Getränk darin sah, sondern vielmehr
ein Gemisch aus wertvollen Kräutern, Heilkräutern (mit entsprechender Wirkung). Schon ihr Stiefvater hatte quasi Bio-Kräuter in der Schweiz, in der sie lebten, angebaut und veredelt. Vielleicht sah sie auch darin etwas, was ihr
den Absinth sympatisch machte? Diese Ansammlung wertvoller Kräuter
die in Alkohol so "richtig" wirksam werden konnten?
.
Absinth-Trinken war seinerzeit auch "das" Getränk der Intellektuellen und Boheme, zu denen sie sich ja zählte. Auch die Intellektuellen in Algerien liebten dieses Getränk, das bei der Besetzung Algeriens durch die Franzosen von deren Militärärzten sogar vorbeugend verteilt , als Heil- und Linderungsmittel bei Malaria, Wurmerkrankungen, gegen starke Schmerzen, eingesetzt wurde. Auch sie litt ja sehr unter Malaria.

Wenn man durch Absinth-Trinken kenntlich machte, dass man "geschaffene Grenzen" für sich nicht gelten lassen wollte oder sie niedergerissen hatte,
störte man sich nicht am Alkohol-Verbot im Islam. Diese für sie "toleranteste" Religion, ja "Weltidee" konnte bei solcher Sichtweise nicht zur Ächtung "dieses" alkoholhaltigen Getränkes führen, zumal mit dem Absinth-Trinken ja auch heute noch bestimmte Rituale verbunden sind. Rituale liebte sie sehr - besonders wenn sie "hinführend" waren zu einer Erlösung aus Traurigkeit, die sie so oft befiel. Auch ihre Geschwister liebten "Räusche". Vielleicht auch da ein Eins-Sein?

Post geändert von: albosa, am: 20/11/2007 15:24
  | | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 Nächste > Ende >>