"A guide to the Birds of East Africa" - 04/01/2009 12:07Von Nicholas Drayson
Ein Weihnachtsgeschenk einer lieben Bekannten, mir gegen meinen Willen ausfgezwungen ( - Vielen, vielen Dank!!! -), weil ich gegen Afrikabücher von Weißen ein klein wenig voreingenommen bin - zu viele schlechte Erfahrungen (siehe Mankells Leopardenauge.)
Ich lese das Buch stückchenweise, damit es länger anhält (aus dem üblichen Grund), und bin jetzt irgendwo um ein ein Drittel herum. Es ist witzig geschrieben, versucht nicht zu belehren, ist erfrischend unrassistisch ohne die Sachlage zu verschweigen.
Eine Liebesgeschichte übrigens, kein Sachbuch der Vogelkunde.
| | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Johanna
Mitglied Platinum Boarder
Beiträge: 252
Bin gerade auf diese wunderbare Stelle gestoßen: - 10/01/2009 22:38....."There is a distressing but not uncommon condition of presidents and other world leaders known as Worrying about Africa. It is usually picked up overseas at a summit meeting an world poverty or disease, and symptoms include painful twinges of guilt over the discrepancy between First and Third World wealth, unconfortable feelings somewhere below the stomach that perhaps unfettered capitalism is not the benevolent force for good we are constantly assured it is, and frequent attacks of calling for Something to Be Done. The best remedy is invariably a stiff dose of domestic crisis.
During the early part of his second term President Clinton went through a short but intense attack of the condition, and before young Monica arrived to administer the cure he had not only set up a Special Senate Commitee on Africa but sent his trusted friend and aide Dr. Ronald K. Dick on a comprehensibe five-day fact-finding mission to the continent. Dr. Dick's extensive itinerary included nearly nine full hours in Kenya. After hearing his report back in Washington, the Special Senate Commitee agreed that while more financial aid to the region was undouptedly called for, this must be linked to the various efficiency measures recommended by Dr. Dick (though, of course, only if freely agreed to by the governments concerned).
High on the list of these measures for Kenya was a restructure of the ministerial transport arrangements. During his brief but in-depth visit to the country Dr. Dick had been provided by the US embassy in Nairobi with a car and a driver from the embassy car pool. Ministers in the Kenyan government, he noted, each had their own personal car and driver. This car and driver might be idle for most of the day - while the minister was in parliament or his departmental office, or having lunch or whatever else he chose to spend his time. It would clearly be more efficient if car and driver could be used elsewhere during these peroíods of idleness, and the way to ensure this would be a car pool - why, just like the one they have at the good old US embassy. The senators were so impressed with this simple but effective recommendation that they made it one of their key conditions for further aid to Kenya. No car pool, no cash."....
| | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
adauwa
Mitglied Platinum Boarder
Beiträge: 112
Re:Bin gerade auf diese wunderbare Stelle gestoßen: - 13/01/2009 11:43An dieser Stelle musste ich auch lachen, vor allen Dingen ueber diesen unaufgeregten matter-of-fact Stil in dem das einfach mal so erzaehlt wird. Das ist keine Weltliteratur, es aendert sich nichts auf der Welt durch so ein Buch, aber es ist einfach nett. "Nett" ist ja sonst eher ein Verdammungsurteil, aber in diesem Fall freut es den Leser, odr wenigstens diese Leserin, dass es einmal etwas aus/ueber Afrika gibt, das weder schwaermerisch noch negativ ist.
| | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Johanna
Mitglied Platinum Boarder
Beiträge: 252
Re:Bin gerade auf diese wunderbare Stelle gestoßen: - 15/01/2009 10:29Der Vogel, den George am zweiten Tag hätte sehen wollen, der Karminspint, ein Bienenfresser, ist einer der Vögel, der mir auch in Nigeria besonders aufgefallen ist. Ein wunderschöner Vogel, etwas anders gefärbt als der europäische Bienenfresser, für den Vogelliebhaber ein Erlebnis.
Was mir an diesem Roman, bzw, an mir als Leser eines Romans, wieder einmal auffällt, ist, dass es für mich trotz des fiktiven Charakters eines Romans wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen echt sind. Würde da von Tieren oder auch Orten die Rede sein, die es im beschriebenen Gebiet nicht gibt, wäre das für mich eine große Enttäuschung, und würde mich das das Werk viel schlechter bewerten lassen.
Ich weiß heute, dass es Leser gibt, denen es nichts ausmacht, George W. Bush gegen Adolf Hitler Krieg führen zu lassen, solange die Sprachmelodie stimmt. Dazu gehöre ich jedenfalls nicht.
Dieser "matter-of-factly" Stil, den du da ansprichst, ist etwas, was mir allgemein sehr zusagt. Deswegen auch meine Liebe zu den Filmen von Loriot - "Papa ante Portas" und "Ödipussi"..
| | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Johanna
Mitglied Platinum Boarder
Beiträge: 252
Das kann noch was werden,... - 15/01/2009 12:11..wenn ich nicht editieren kann.
... ein Bienenfresser, ist einer der Vögel, der mir auch in Nigeria besonders aufgefallen ist.
...einer der Vögel, die mir aufgefallen sind...
| | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Johanna
Mitglied Platinum Boarder
Beiträge: 252
Re:Bin gerade auf diese wunderbare Stelle gestoßen: - 16/01/2009 10:48Jetzt die Begegnung mit dem Wiedehopf - ich ahne, dass mehr dahinter steckt als nur der Vogel, lese aber heute bewusst nicht weiter. Ich bin diesem Vogel einmal begegnet, in meinem Heimatort. Er ist mit seinem auffälligen Aussehen auch ein Erlebnis für sich. (Einen Pirol müsste man mal zu Gesicht bekommen, oder einen Seidenschwanz, das wär' was. Vögel... )
| | Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!