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Re:Dr. Kamikaze, Ayi Kwei Armah - Eindrücke - 21/02/2009 20:01 Helga schrieb:
Johanna schrieb:
Seite 1:
Ich versuche einzuordnen, wo ich mich befinde. In Kenia?
Versuche mich damit abzufinden, dass ich es nicht sicher weiß.


Warum ist das wichtig?


Es ist nicht wichtig.
Nachdem du fragtest, ob jemand Eindrücke über diese Kurzgeschichte mit dir teilen will, und mich diese Geschichte in einen bestimmten Zustand versetzt hat, habe ich beschlossen, diese Eindrücke frisch aus dem Lesen heraus so wiederzugeben, wie ich sie empfunden habe.
An sich hatte ich ja vorgehabt, den Einstieg ins Thema dir zu überlassen. Dann wären diese meine Eindrücke aber nicht mehr die selben gewesen, wären schon versachlicht und richtig eingeordnet gewesen, wobei ich die zweite Seite immer noch nicht richtig lesen kann. Da wird mir immer noch ganz anders, und die Augen entziehen sich dem Geschriebenen.

Seite 4:
Es ziehen Jahre der Grübelei, Jahre des Versuchs zu verstehen, an meinem inneren Auge vorbei.
Ich denke mir, worauf will Armah hinaus? Will er es sich wirklich so einfach machen?


Was meinst Du mit "so einfach"? Worint siehst Du denn die so unglaublich einfache Botschaft?


Wie gesagt, es waren erste Eindrücke, eindrückliche noch dazu. Von "unglaublich" einfach, habe ich nichts gesagt, auch nicht von einer einfachen Botschaft. Es war eher so etwas wie eine innere Gegenwehr, ein "Nein, mach das bitte nicht".
Ich finde Armahs Sicht der Dinge nie "so unglaublich einfach", würde aber gern wissen, wie er dieses Gedankenkonstrukt weiterdenkt.
Ich erkenne da zwar eine tiefe Resignation, aber er läßt einen die Basis dieser Resignation nicht klar erkennen.


Seite 5:
Ich denke mir, er hat natürlich recht, auf der einen Seite. Es gibt dazu aber noch eine andere Seite.
Vergessen wir die, dann ist es eben so.


Armah mag mit dieser Geschichte vieles beabsichtigt haben, aber sicherlich nicht, ein umfassendes und abschließendes Bild der Entwicklungspoblematik Afrikas zu zeichnen. Natürlich gibt es eine andere Seite. Nein, es gibt viele andere Seiten. Mit einer Kurzgeschichte kann man nur einen oder wenige ganz kleine Aspekte aufgriefen. Mal ganz abgesehen davon, dass eine Kurzgeschichte eben das ist - eine Geschichte - und kein entwicklungspolitischer/-ökonomischer/-theoretischer Essay.


Die Seite der Entwicklung, die mich am meisten irritiert und resignieren läßt ist die, dass es keine Entwicklung im Sinne "unserer" Entwicklung dort geben kann.
Und ich kreide es nicht Armah an, dass diese Seite gern vergessen wird. Ich sagte, vergessen WIR die, und nicht, Armah hat die vergessen.

Wir vergessen sie gern, weil uns das gut dastehen läßt. Uns geht es gut, weil wir geradlinig, ehrlich und unkorrupt sind, bei "denen" geht nichts voran, weil ihre Regierungen korrupt und zu nichts nutze sind.

Wir machen es uns da sehr einfach.
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Re:Dr. Kamikaze, Ayi Kwei Armah - Eindrücke - 21/02/2009 20:11 Einer der korrupten Herrn, der Dr. Kamikaze die Sachlage in seinem Sinn erklärte, sagte richtig, dass sie es im Grunde schon immer war, nämlich Teil des Systems.

Diesen Punkt bringt Armah ja schon im Eingangssatz der Geschichte zum Ausdruck, wenn er schreibt:

"The doctorate achieved, she fled homeward as if the ascent onto privilege had not begun richt there."
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Re:Dr. Kamikaze, Ayi Kwei Armah - Eindrücke - 21/02/2009 20:16 Ich sagte, vergessen WIR die, und nicht, Armah hat die vergessen.

Ja, Du sagst, vergessen WIR die - und fährst fort, dann ist es so einfach.

So einfach, wie Armah es "sich macht".

"Unglaublich einfach" bezog sich darauf, dass du - ungläubig - fragst, ob er es sich denn wirklcih so einfach machen will.
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Re:Dr. Kamikaze, Ayi Kwei Armah - Eindrücke - 21/02/2009 21:32 Helga,

Warum ergänzt du willkürlich meine Aussagen?

Und was hast du davon, wenn du Eindrücke, die ich beim Lesen einer Geschichte habe, zu analysieren und zu widerlegen versuchst?

Eindrücke, so wie ich sie beschrieben habe, sind unmittelbare Erfahrungen, Dinge die einem beim Lesen durch den Kopf gehen. Sie können nicht falsch sein, weil sie einfach sind wie sie eben sind.

Wenn du etwas argumentativ diskutieren willst, dann muss sich das auf meine inhaltlichen Anmerkungen beziehen, auf Gedanken, die ich verwalten kann, wenn du verstehst, was ich meine.
Eindrücke entziehen sich dieser Verwaltung.
Da könntest du sinnhafterweise nur fragen, wie ich dies oder das meine.
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Re:Dr. Kamikaze, Ayi Kwei Armah - Eindrücke - 21/02/2009 23:04 Warum ergänzt du willkürlich meine Aussagen?

Das tue ich nicht.

Du sagst, Armah hat sicherlich recht, aber es gibt auch nocht eine andere Seite, wenn wir die vergessen, ist es sicherlich so einfach.

Was ist nun willkürlich ergänzt,wenn ich bemerke, dass es sicherlich nciht Armahs Absicht war, eine umfassende Analyse der Etnwiclungproblematik Afrikas zu liefern?


Was ist willkürlich ergänzt, wenn ich sage, nur wenn iwr die "andere Seite" vergessen, ist es so einfach, wie Armah es sich macht?

Ich versuche nciht, Deine eindrücke zu widerlegen, ich sage, was mir dazu durch dne Kopf geht.

Wenn Du eine unkommentiertes Brainstorming machen willst, Solltest Du das in einem Diskusisonforum vielleicht nächstes Mal vielleicht als solches ankündigen.

Was Du mit "verwalten können" meinst, verstehe ich nicht. Wenn Du sagst, Armah macht es sich einfach, wirst Du wohl sagen könne, warum Du das meinst, und Dich mit anderen Meinungen dazu auseinandersetzen können.

Du schienst ein Verständnis von "Eindrücken" zu haben, die ich nicht nachvollziehen kann.

Eindürcke sind für mich nichts, was sich dem Verstand - sowohl dem eigenne als auch dem anderer Personen - entzieht oder entziehen kann.
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Re:Dr. Kamikaze, Ayi Kwei Armah - Eindrücke - 22/02/2009 09:33 Helga schrieb:
Warum ergänzt du willkürlich meine Aussagen?

Das tue ich nicht.


Doch, nämlich mit wertenden Zusätzen wie "unglaublich". Du legst damit meine Gedanken in deinem Sinne aus, ohne bei mir nachzufragen, wie ich es genau meine, wenn es dich denn interessiert.
Ich schreibe Gedankengänge auf, die ich während des Lesens habe, und du formst daraus "mein" Resumee einer "ganz unglaublich einfachen Botschaft".

Du sagst, Armah hat sicherlich recht, aber es gibt auch nocht eine andere Seite, wenn wir die vergessen, ist es sicherlich so einfach.

Was ist nun willkürlich ergänzt,wenn ich bemerke, dass es sicherlich nciht Armahs Absicht war, eine umfassende Analyse der Etnwiclungproblematik Afrikas zu liefern?


Nein.
Hast du denn Anlass zu meinen, ich würde mich an DIESEM Absatz stoßen? Hier schreibst du nur deine Meinung zu dem, was Armah wohl mit seiner Kurzgeschichte beabsichtigt hat.

Was ist willkürlich ergänzt, wenn ich sage, nur wenn iwr die "andere Seite" vergessen, ist es so einfach, wie Armah es sich macht?

Ich versuche nciht, Deine eindrücke zu widerlegen, ich sage, was mir dazu durch dne Kopf geht.


Eindrücke zu Eindrücken. Wie gesagt, was das angeht, weiß ich nicht was du davon hast. Wenn dich meine Eindrücke wirklich interessieren, dann wäre es sinnvoller, nachzufragen, als das Bild auf eigene Faust fertigzustellen. Ich bin ja nicht Armah und so für eine Diskussion unerreichbar.

Geht es dir aber um Inhalte, zu denen du eine abwichende Meinung hast, dann hat das Kritisieren meiner Eindrücke wenig Sinn. Dann musst du eine inhhaltliche Diskussion anstreben.

Es ist vergleichbar mit einem Reisebericht. Wenn ich da über meine ganz persönlichen Eindrücke erzähle, wie ich mich beispielsweise ganz oben am Turm des Doms gefühlt habe - hatte ich Höhenangst? - dann ist das kein widerlegbarer Stoff, auch wenn du selber keine Höhenangst hast und dich auf Türmen von Domen frei und wohl fühlst.
Berichte ich aber von den Sehenswürdigkeiten, dann kann man darüber sachlich diskutieren. Erzähle ich zum Beispiel, ich hätte in Berlin den Stephansdom besucht, dann ist ein Stirnrunzeln schon angebracht.

Wenn Du eine unkommentiertes Brainstorming machen willst, Solltest Du das in einem Diskusisonforum vielleicht nächstes Mal vielleicht als solches ankündigen.

Das will ich nie. Ich will bei Diskussionen schon diskutieren. Ich wundere mich nur - gestatte, dass das jetzt ICH mache - was du davon hast, wenn du mich gedanklich zu jemandem modellierst, der ich nicht bin, wenn du dir weismachst, ich würde denken was ich nicht denke, indem du das was ich schreibe nach Gutdünken ergänzt.

Was Du mit "verwalten können" meinst, verstehe ich nicht. Wenn Du sagst, Armah macht es sich einfach, wirst Du wohl sagen könne, warum Du das meinst, und Dich mit anderen Meinungen dazu auseinandersetzen können.

Ich sagte nicht, er würde es sich einfach machen. Ich habe da von einem Eindruck gesprochen, ein Gedanke, der mir während des Lesens kam.
Armah schreibt und beschreibt auf eine Weise, mit der ich mich nicht nur identifizieren kann, sondern mit denen ich lange Stecken lang automatisch deckungsgleich bewege.
Er denkt nur, soweit ich von ihm bisher gelesen habe, gewisse Richtungen nicht weiter, bei denen ich nicht aufhören kann, weiterzudenken. Er steigt da ein paar Stationen früher aus, und mich würde interessieren warum.
Ist es, weil er weiß, wohin die führen?

Du schienst ein Verständnis von "Eindrücken" zu haben, die ich nicht nachvollziehen kann.

Eindürcke sind für mich nichts, was sich dem Verstand - sowohl dem eigenne als auch dem anderer Personen - entzieht oder entziehen kann.


Eindrücke, erste Eindrücke, entziehen sich wohl dem Verstand. Sie laufen rein gefühlsmäßig ab. Erst danach kann man versuchen, Dinge einzuordnen und zu "verwalten", indem man über das eine spricht und über das andere nicht.
Jeder hat da seine Gründe.

Wenn es mir beim Anblick einer großen Giftschlange das Herz zusammenzieht muss das nicht jeder wissen. Ich gehe das Problem trotz meines Eindrucks sachlich an, und kann später davon auch sachlich berichten, ich hätte soundso gehandelt. Der Eindruck, den ich hatte, ist dann ein anderer als der, den die von mir haben, denen ich später davon erzähle.
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