Johanna
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Re:Neuer Vorschlag - Ake - 15/08/2009 09:06
Ich bin ja noch nicht ganz durch - habe es mir als Bisschen-Buch hingelegt-, aber was du daran schööön findest, erschließt sich mir nicht. Vielleicht kannst du das ja noch ein wenig erläutern.
Soyinka hat da ein Buch über seine Kindheit geschrieben, das wohl vom Wortschatz, genaugenommen vom englischen Wortschatz her, ganz ansehnlich ist. Er beschreibt wieder und wieder kleine Ausschnitte seiner damaligen Umgebung. Was mir allerdings fehlt, ist irgend ein Zusammenhang, irgend ein Gefühl der Einbindung. Er beschreibt regelrecht autistisch, beschreibt Ausschnitte aus seine frühe Kindheit wortreich, aber mit größtem Abstand. Dabei pickt er aus dieser Kindheit Szenen heraus, mit denen er sich brüsten kann." Was war ich nicht für ein Wunderkind!"
Ganz nebenbei kriegt man mit, dass das nur Nebenschauplätze waren, dass da ein Familienleben und Aufwachsen abgelaufen sein muss, dass völlig anders aussah, und das dicht mit geregelter Beschäftigung bewachsen ein musste, ohne viel Freiraum.
Mir fällt die fast völlige Beziehungslosigkeit auf, die er beschreibt, die ich ihm so aber nicht abkaufe, denn dagegen spricht seine im Buch erwähnte Neigung zur Kommunikation.
Ich weiß nicht, was ihn dazu antrieb, dieses Buch über seine Kindheit zu schreiben. Nostalgie vielleicht, die ihn später die schwierige Kindheit rosig erscheinen ließ, oder ein Hang zur Selbsverliebtheit. Wie auch immer. Rein sprachlich kann man daran nichts aussetzen. Aber schööön?
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