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Re:Die unerbittlichen Väter bei M. Ndiaye - 29/09/2010 19:43 Helga schrieb:
Sweetycrazy schrieb:


Entschuldigung, ich meinte natürlich "herrschsüchtige Charakterart".



Also hat Deiner Auffassung nach jeder Patriarch einen herrschsüchtigen Charakter?


Patriarchat ist die definition einer Herrschaftsform. Die auch eine Steigerung von Herrschsüchtig zulässt.
Norahs Vaters verhalten, ruft das Wort Patriarchat in mir wach.
Ob jeder Herrscher, unabhängig vom Vater, generell so ist, habe ich bereits beantwortet.

Nähmlich, unterschiedlich eigenwillig.
Nochmals genauer, in verschiedenen Arten des bestimmens.
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Re:Die unerbittlichen Väter bei M. Ndiaye - 29/09/2010 19:55 Sweety, es kann auch ein Patriarch das Sagen in einer Familie haben, aber dennoch mit Güte und Verständnis Entscheidungen treffen, ohne die Gefühle der anderen derart zu verletzen.
"Unerbittlich und fürchterlich" sind doch eher Despoten.

Zu den Gründen, warum dieser Mann so lieblos, Frauen und Töchtern gegenüber war, hat Norah geschrieben: Er hat wohl all seine Liebe in seine Mutter investiert, so dass nicht mehr viel übrig blieb ...
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Re:Die unerbittlichen Väter bei M. Ndiaye - 29/09/2010 19:57 Sweetycrazy schrieb:
Helga schrieb:
Patriarchat ist die definition einer Herrschaftsform. Die auch eine Steigerung von Herrschsüchtig zulässt.


Mit ungefähr genauso großer Berechtigung, wie sich "Christentum" in "Fanatismus" steigern lässt. Oder "selbstbewusste Frau" ind "verbissene Emanze". Oder "kritische Leserin" ind "ewige Meckertante".
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Re:Die unerbittlichen Väter bei M. Ndiaye - 29/09/2010 20:22 Seestern schrieb:
Sweety, es kann auch ein Patriarch das Sagen in einer Familie haben, aber dennoch mit Güte und Verständnis Entscheidungen treffen, ohne die Gefühle der anderen derart zu verletzen.
"Unerbittlich und fürchterlich" sind doch eher Despoten.

Zu den Gründen, warum dieser Mann so lieblos, Frauen und Töchtern gegenüber war, hat Norah geschrieben: Er hat wohl all seine Liebe in seine Mutter investiert, so dass nicht mehr viel übrig blieb ...


Na gut, dann Patriarchat im negativen Sinne

Ich verbinde das Wort mit eher schlechten Eigenschaften.
Wieder was dazu gelernt.


@Helga
Das gilt auch jetzt für Dich, jetzt weiss ich warum Du so kritisch hinterfragt hast.

Ewige Meckertante habe ich aber nicht gesagt
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Re:Die unerbittlichen Väter bei M. Ndiaye - 02/10/2010 20:56 Helga schrieb:
Für mich ist die Unerbittlichkeit dort besonders eindrücklich beschrieben, wo sie nicht direkt dargestelllt wird, sondern mittelbar: in dem Verhalten der beiden kleinen Kinder von Norahs Vater. Die sehen ihren Vater kühl und distanziert an, er wirkt ihnen gegenüber fast eingeschüchtert. Wie "fürchterlich" muss ein Mann sein, dass seine eigenen Töchter ihm in diesem Alter so begegenen?

Ich fand sie besonders eindrücklich, als Norah das gemeinsame Essen mit ihrem Vater, der Mutter, dem neuen Ehemann, ihr und Sony beschreibt.
Sony, der sich niemals dabei erwischen lässt jemanden anzusehen.

"Und sogar so, sogar wenn ihr Vater ihn anschaute und Sony anderswo hinsah, schien er sich zurückzuziehen, sich im Innersten seines Wesens zusammenzurollen, den nur dort war er vor jedem ihm geltenden Urteil oder Gefühl sicher." (S. 57)
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