Re:Drei starke Frauen - das - 29/09/2010 16:47Seestern schrieb:
Könnte auch schon wieder ein Thema für sich sein!?
Ich glaube in der Tat, dass das ein Thema für sich ist. Mit "Erdung" und Bodenhaftung in dem von mir oben beschriebenne Sinne bringe ich die Kleidung eher weniger in Verbindung. Aber diese grüne Kleid mit den gelben Blumen ist eines der Bilder, die bei mir ganz deutlich "hängengeblieben" sind aus der ersten Geschichte. Ich müsste da noch mal nachblättern, um das genauer beschreibne zu können.
Da waren doch auch die Kleider, die die Töchter Norahs und Jakobs tragen, die sind für mich auch "interpretationswürdig".
Ich glaube fast, es läuft auf "komplett noch einmal Lesen" hinaus...
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Seestern
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Re:Drei starke Frauen - das - 29/09/2010 19:34Die Kleider der beiden Mädchen spielten in der Tat auch die Rolle der Identifizierung in Bezug auf Norahs Verhältnis zu ihrem Vater. Die beiden trugen elegante "getreifte" Kleidchen - ich glaub mit Kragen und noch ein Hütchen obendrauf ... so wie Norah anmerkt, es dem Vater, der auch immer sehr elegant gekleidet war, bestimmt gefallen würde.
Ja, Helga, mir ist es auch so ergangen wie dir: ich habe die ersten beiden Kapitel ein zweites Mal gelesen! Meine "Kritzeleien" haben es mir etwas erleichtert.
Achte evtl. auch mal auf das "Schuhwerk" (vor allem bei Vater!) ... Früher elegante Lederschuhe, später Plastikschlappen, aus denen diese "gelben, langen Zehnägel" herausschauen ... iiiihhhh!
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Helga
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Re:Drei starke Frauen - das - 29/09/2010 20:04Mir fällt gerade noch etwas zum Thema Kleider ein: Fantas sorgfältig gepflegt einfache Kleider, die sie als Lehrerin getragen hat. Die Art, wie durch deren Beschreibung ein Bild der Frau gezeichnet wurde, fand ich sehr berührend.
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Helga
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Re:Drei starke Frauen - das - 29/09/2010 20:09Nachtrag: Ich fand diese Kleider(behandlungs)beschreibung, glaube ich, nicht zuletzt auch deshalb sehr berührend, weil sie Erinnerungen an Reisen nach Ghana wach rief, auf denen mir auch der sorgfältige Umgang der Menschen mit ihrer Kleidung besonders aufgefallen ist.
Das ist mir auch in anderen Zusammenhängen aufgefallen, dass Ndiaye ganz beiläufig viele Dinge des afrikanischen Alltags beschrieb, die mir als besonders aufgefallen sind, die aber wohl in einem Buch einer afrikanischen Autorin so gar nicht dargestellt worden wären. Mit anderen Worten, ich habe den Eindruck, dass man Ndiaye ihren "europäischen Blick" anmerkt. Finde das aberin den ersten beiden Teilen, die ja eben auch europäische Protagonisten haben, durchaus positiv, bereichernd..
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Seestern
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Re:Drei starke Frauen - das - 29/09/2010 20:11Helga schrieb: Mir fällt gerade noch etwas zum Thema Kleider ein: Fantas sorgfältig gepflegt einfache Kleider, die sie als Lehrerin getragen hat. Die Art, wie durch deren Beschreibung ein Bild der Frau gezeichnet wurde, fand ich sehr berührend.
Stimmt. Da ist auch eine Parallele. Auch beschreibt Rudy hier ihr Schuhwerk ... Also vielleicht hat die Kleidung doch auch mit "Erdung" der Personen zu tun und wir können sie zur "Körperlichkeit" dazu nehmen?
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Helga
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Re:Drei starke Frauen - das - 29/09/2010 20:19Wie gesagt, ich müsste da noch mal genauer nachlesen. Aber für mich ist das doch eine andere Richtung. Die körperlichen Erfahrungen mit ihren ekelhaften, brutalen Seiten, werfen die Personen aus ihrer "psychologisierenden" Sicht auf die Erde zurück, lässt sie merken, dass sie, um es mal drastisch und etwas pathetisch auszudrücken, näher am Tier sind, als sie es in ihrem zivilisierten Leben zu glauben gewohnt sind. Kleidung hat da für mich eher eine entgegengesetzte Funktion. Sie bedeckt das Körperliche, ist Zeichen von zivilistiaon, steht für Beherrschung statt Kontrollverlust.
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