Gerd
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IKARUS-Mädchen von Helen O. - 30/03/2009 13:19
Vor einigen Wochen gab mir eine Menschin, die ich für eine Freundin hielt, das IKARUS-Mädchen von Helen O. zu lesen. Sie hätte gerne meine Meinung dazu.
Habe ich dann auch brav von Seite 1 bis Seite 376 gelesen und mich danach doch tatsächlich für einen Masochisten gehalten, dass ich mir dies antat.
Soviel Kunst-Honig, wobei die Betonung auf KÜNSTLICH liegt, liegen muss.
Da kommt das arme Kind mit 4 Jahren ins garstige England und muss schon mit 17 (???) einen Beststeller produzieren. Da war sie doch gerade beim Pubertieren, oder? Ob das ihr Buch erklärt? Oder waren die sensationsgeilen LektorInnen schuld - wie bei Iweala?
Gut, der Psychiater bekommt ja sein Fett ab, aber ist es eigentlich erlaubt, dass da 'unsere' Yoruba-Tradition so schrecklich ver-pottet wird?
Als ein ins Yorubaland umgesetzter Rheinländer verbrech ich doch nicht einfach sowas! Zudem bin ich weder Frau Ackermann noch eine weisse Massai.
Ich halte es für puren Rassismus, dass europäische Verlage diesen geschwätzigen Stuss veröffentlichen. Oder lag es bei der Autorin doch nur an der frühen Depression und am Genuss von Stoff ?
Irgendwie erinnerte mich diese (Zwangs)-Lektüre mächtig an den SHROBENIUS in Yambo Ouologems 'Devoir de Violence':: sollte man/frau mal wieder lesen !!!
Gerd Meuer, 67, 1962 das erste Mal an der University of Ibadan, dann 1963, wieder; 1965-1966 Studienjahr dortselbst. Anschliessend Westafrikakorrespondent der ARD und frei für viele Zeitungen. Hat Soyinka, Bebey u.a.m. übersetzt.
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