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Länder: Vater Mensch
Autor(en): Farah, Nuruddin
Titel: Vater Mensch
Originaltitel: Closed Sesame
Hrsg.:
Verlag: München : btb bei Goldmann
Datum: 2004
ISBN-10(13): 3442729238
Bild:  
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Beschreibung:     

Klappentext des Buches:
Wie sich die islamische Tradition gegen den allumfassenden Terror einer despotischen Regierung in Anspruch nehmen lässt, zeigt Nuruddin Farah in der Gestalt eines Patriarchen, der kein Tyrann ist. Mit seinem Protagonisten Deeriye gelingt ihm eine einfühlsame, komplexe Darstellung eines Charakters, der die widerspruchsvolle Geschichte und Kultur seines Landes glaubwürdig in sich verkörpert. Ein Erzählwerk, das genaue politische Analyse, moralische Integrität und literarische Ausdruckskraft glänzend miteinander verbindet. Deeriye, die Hauptfigur in VATER MENSCH, ist ein Held des somalischen Widerstandes, der während der italienischen Kolonialherrschaft viele Jahre im Gefängnis verbringen musste. Inzwischen ist er alt und krank und lebt zurückgezogen im Haus seines Sohnes Mursal, eines Juraprofessors, und dessen amerikanischer Ehefrau. Mursal wird zur intellektuell treibenden Kraft einer kleinen oppositionellen Gruppe im Untergrund. Aber als die Aktionen der Verschwörer scheitern und Mursal durch die Hände der Sicherheitskräfte des Generals stirbt, entschließt sich Deeriye, der sein Leben lang Gewalt verabscheut hat, die Gerechtigkeit in eigene Hände zu nehmen. Er riskiert ein verzweifeltes Attentat auf den General... Mit VATER MENSCH hat Farah seine Trilogie Variationen über das Thema einer afrikanischen Diktatur abgeschlossen. Sein Werk ist ein aufwühlender Appell gegen die Gewalt, eine fesselnde Darstellung der widerspruchsvollen Geschichte und Kultur Somalias und zeigt eindrucksvoll, wi e das Wesen der Diktatur die menschlichen Beziehungen bis in die tiefsten Verästelungen hinein beschädigt und vergiftet.

Nuruddin Farah, 1945 in Somalia geboren, hat sich immer wieder gegen politische Repression gewandt. In seinem Heimatland fand er deshalb wenig Achtung. Das Barre-Regime verhängte über ihn das Todesurteil, zwang ihn zu Flucht und Exil. Farah lebt seitdem vorwiegend in afrikanischen Ländern, war Hochschullehrer in Nigeria, Gambia, Sudan und Uganda. Er hat Kurzgeschichten, Drehbücher und sechs Romane geschrieben, die in 17 verschiedene Sprachen übersetzt worden sind.