|
Beschreibung:
|
Klappentext des Buches: Breytenbach, der jahrzehntelang im Exil lebte, reist in seine Heimat zurück, ins Herzland der Buren. Was er von dieser Reise berichtet, gibt einen Einblick in dieses zwiespältige Land, der unter die Haut geht. Die Widersprüche im großen spiegeln sich in den Einzelheiten wider. Während Breytenbach sieben Jahre unter der alten Regierung im Gefängnis saß, war einer seiner Brüder einer der höchstdekorierten Soldaten des Landes. Nach dem Tod einer hochgeachteten weißen Matriarchin wird festgestellt, daß sich unter der Haube, die sie stets trug, gekräuselte Haare verbergen. Die Sagen und Legenden, die sich die Buren aus ihrer Pionierzeit erzählen, ähneln oft merkwürdig den Geschichten der Buschmänner und Hottentotten. Breytenbach erkundet die heutige Situation Südafrikas mit Ironie, wenn er zum Beispiel einen Besuch Mandelas in einer Provinzstadt schildert, aber auch voll Erschütterung und Grauen, wenn er von Akten sinnloser Gewalt erzahlt, die ihm zu Ohren kommen. Aber er, der Fremde im eigenen Land, erforscht auch die Vergangenheit - die der eigenen Familie, die der Umgebung. In Heimatmuseen und auf Friedhöfen, im Gespräch mit Verwandten und schwarzen Arbeitern fragt er sich zurück in die Zeit vor dem Sündenfall, vor der Apartheid. Sein Buch ermöglicht eine sinnliche Annäherung an eine Welt, von der wir täglich in der Zeitung lesen und doch kaum etwas wissen. Breyten Breytenbach, 1939 in Südafrika als Sohn einer burischen Familie geboren, studierte Literatur und Kunst in Kapstadt. 1961 ging er als Maler und Schriftsteller nach Paris, wo er die Anti-Apartheid-Organisation Okhela gründete. Als er 1975 heimlich nach Südafrika reiste, wurde er verhaftet und kam für sieben Jahre ins Gefängnis. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Poetry International Award. Auf deutsch sind u.a. erschienen: Rückkehr im Paradies (1993) und Die Erinnerung von Vögeln in Zeiten der Revolution ( 1997).
|