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Beschreibung:
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Klappentext des Buches: Auf den ersten Blick scheint dieser Roman des bedeutenden südafrikanischen Autor Coetzee nichts mit Schwarzafrika zu tun zu haben. Es handelt sich bei diesem Buch um eine neue Paraphrase des Robinson-Mythos. Susan Barton, von meuternden Matrosen auf einer Insel irgendwo im Atlantik ausgesetzt, trifft auf Robinson und Freitag. Doch anders als in dem berühmten Roman von Defoe gibt es auf der Insel keine Abenteuer zu bestehen, gibt es keine wilden Tiere und keine Kannibalen. Robinson, bei Coetzee ein alter Mann, ist nicht sonderlich erfolgreich bei der Feldbestellung. Er konnte Freitag auch nichts beibringen, denn Freitag war stumm (Seeräuber hatten ihm die Zunge herausgeschnitten). Schließlich wird das Trio gerettet (Robinson hat gar keine Lust mehr, in die Zivilisation zurückzukehren und stirbt auf der Rückreise nach London). Susan Barton, in Begleitung von Freitag, will jetzt vom Schriftsteller Foe ihre Geschichte aufschreiben lassen, die Geschichte der »ersten englischen Schiffbrüchigen«, die Geschichte einer Mutter auf der Suche nach ihrer verschollenen Tochter. Mr. Foe, sein Name erinnert natürlich an Daniel Defoe, hat als professioneller Schreiber freilich ganz andere Vorstellungen von der (Aus-)Gestaltung der Geschichte als die Erzählerin der Abenteuer. Er will ausschmücken, sie einen nüchternen Bericht. Eigentliche Hauptperson des Romans ist Freitag, der wichtigste Zeuge, der steht aber nicht zur Verfügung, er kann ja nicht sprechen. Ihm hatte man - wie den Schwarzen in Südafrika - die Sprache gestohlen. Eine Geschichte sucht ihren Erzähler. (Die englische Originalausgabe ist 1986, also vor dem Ende des Apartheid-Regimes, erschienen.) C. M. Coetzee, der 1940 in Kapstadt geboren ist und von 1972 bis 2002 als Literaturprofessor in seiner Heimatstadt lehrte, gehört zu den bedeutendsten Autoren der Gegenwart. Er wurde für seine Romane und sein umfangreiches essayistisches Werk mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet, u. a. zweimal mit dem Booker Prize, 1983 für ›Leben und Zeit des Michael K.‹ und 1999 für ›Schande‹. 2003 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Coetzee lebt seit 2002 in Adelaide, Australien. |